125 Jahre IOC – Sind Olympische Spiele noch zeitgemäß?

Am 6. April drohte der Veranstaltungsraum des Bezirkssportbundes Marzahn-Hellersdorf aus den Fugen zu geraten. Etwa 100 Sportbegeisterte baten um Einlass, 60 hatten sich angemeldet. Sportlicher Einsatz war erforderlich, um mehr Stühle herbeizuschleppen. Das Thema „125 Jahre IOC – Sind Olympische Spiele noch zeitgemäß?“, zu dem der Olympia- und Sport-Philatelisten-Club Berlin sowie das vor Ort ansässige Sportmuseum eingeladen hatten, war zweifellos ein Saisonhöhepunkt für beide Veranstalter. Vier Olympiaexperten ergriffen das Wort: die Journalisten Volker Kluge und Klaus-Jürgen Alde, IOC-Ehrenmitglied Dr. Günther Heinze und der bis heute erfolgreichste Rückenschwimmer der Welt Dr. Roland Matthes.

Volker Kluge schilderte den Lebensweg von Pierre Coubertin, dem „Vater“ der Olympischen Spiele der Neuzeit. Auf einem internationalen Sportkongress in Paris Juni 1894 wurde die Wiedereinführung der Olympischen Spiele beschlossen und das Internationale Olympische Komitee (IOC) gegründet. Zwei Jahre später begann in Athen die olympische Neuzeit, die bisher 51 Spiele erlebte – zunächst nur im Sommer, seit 1924 auch im Winter.

Nach dem geschichtlichen Abriss diskutierten die vier versierten Herren über die Zukunft der Spiele. Kein leichtes Unterfangen, wird doch das weltweit größte Sportereignis von Korruption, Doping, Umweltzerstörung und Maßlosigkeit überschattet. Zudem, so Volker Kluge, machten sich auch schon mal Bewerber rar. Für die Winterspiele 1980 und die Sommerspiele 1984 gab es mit Lake Placid bzw. mit Los Angeles jeweils nur einen Kandidaten. Auf einen Widerspruch hierzulande wies Klaus-Jürgen Alde hin: Die Fernseheinschaltquoten bei Olympischen Spielen sind hoch, aber die Mehrheit der Bevölkerung lehnt die Spiele vor „der eigenen Haustür“ ab, siehe Berlin und Hamburg. Olympische Spiele wie zu seiner Zeit gibt es nicht mehr, bedauerte der Diplom-Sportlehrer und Orthopäde Roland Matthes (68). Allein bei uns liegt vieles im Argen. Er wies auf die Unbeweglichkeit vieler Kinder hin. Handys und Co. sowie uninteressierte Eltern und fehlende Motivation für ein hartes Training sind ein Problem. Und: „Wir leben noch von denen, die sich im Verein für’n Appel und Ei einsetzen.“ Übungsleiter arbeiten freiwillig, der Trainerberuf wird unterschätzt, „auf dem Arbeitsamt wird er nicht einmal geführt“. Die Zuhörer ahnten es: Der verloren gegangene Glanz deutscher Olympioniken ist hausgemacht.

Trotz alledem siegte an diesem sonnigen Vormittag der Optimismus: Die Olympischen Spiele haben eine Zukunft! Dr. Günther Heinze, von 1981 bis 1991 IOC-Mitglied, hofft, dass sich in Zukunft möglichst viele deutsche Städte für die Spiele bewerben. „Sie sind das beste Stadtmarketing, das es gibt. Und ganz wichtig – es wird über Sport gesprochen“, betonte der 95-Jährige. München erhielt sogar ein gut ausgebautes U-Bahnnetz. Realistisch sind die Spiele 2032 im Ruhrgebiet (viele vorhandene Sportanlagen, Zustimmung von der Bevölkerungsmehrheit), so Klaus-Jürgen Alde, der zudem die Nachhaltigkeit der Spiele vielfach für möglich hält. Ein Beispiel. Als erste Stadt richtet Peking nach Sommerspielen (2008) auch Winterspiele (2022) aus und wird einige „Sommerplätze“ für Wintersportarten umfunktionieren. Das IOC setzt auf neue Sportarten im olympischen Programm, um vor allem die Jugend zu begeistern. Und dass ein friedlicher Wettstreit mit Athleten aus aller Welt nicht an Bedeutung verlieren darf, daran zweifelte im Saal sicher niemand.

Vieles blieb nach zirka zwei Stunden noch zu diskutieren. Die Expertenrunde hielt sich für Fragen bereit. Geduldig und charmant kam Roland Matthes Autogramm- und Fotowünschen nach. Und typisch für das Sportmuseum Marzahn-Hellersdorf: Weitere ehemaligen Spitzensportler waren anzutreffen, so die Turnerinnen Birgit Radochla (Olympiasilber Pferdsprung 1964) und Maritta Bauerschmidt (Olympiabronze Mannschaftswertung 1968), die Schwimmerin Veronika Holletz (Olympiavierte 400 m Lagen 1964) und der Leichtathlet Peter Frenkel (Olympiagold Gehen 1972).

Birgit Hradetzky

Bilder: Karin Zehrer und Birgit Hradetzky

Mitgliederversammlung 2019

Bei der Mitgliederversammlung am 27.3.2019 waren 14 Vereine anwesend, mit insgesamt 19 Stimmberechtigten. Themen waren neben den Satzungsgemäßen Berichten und Entlastungen unter anderen: Rauchverbot, sowie Zustand und Sauberkeit auf Sportanlagen, sowie  Führung und Verbindlichkeit der Hallenbücher.

Anliegend: Protokoll und Rechenschaftsbericht der MV

Protokoll MV 2019 2019_03_27 Rechenschaftsbericht MV 2019_03_27

Schatzmeister Olaf Gräber und Vorsitzender Jan Lehmann bei der Vorstellung des Rechenschaftsberichtes 
Bilder: Karin Zehrer

Parksportprogramm 2019 der Senatsverwaltung für Inneres und Sport

https://starkimpark.berlin.de/startseite.html

Unsere Mitgliedsvereine können sich an dieser Stelle um Förderung bemühen, Frist: 13.3.2019: https://www.berlin.de/sen/inneres/sport/sportfoerderung/breiten-und-freizeitsport/

Neuntes Neujahrsbowling 2019 des Bezirkssportbundes Marzahn-Hellersdorf
am 28.1.2019 von 18 bis 20 Uhr im LeProm

Bilder: Horst Löser, BSB MaHe

Ergebnisse:

1. Platz: BSV VEAG, 164 (Sieger 2017)
2. Platz: SC Eintracht, 159 (Sieger 2014)
3. Platz: SV Ludwig Renn, 157 (Sieger 2016)

Herzlichen Glückwunsch!!!

FZC Marzahn, 152,66 (Sieger 2018)
BSB MaHe II (Senioren) statt Hellersdorfer Volleyballclub, 146,8 (Sieger 2015)
Hellersdorfer ACB, 124,6
TSV Marzahner Füchse, 116,4
PSV Berlin, Abt. Gymnastik, 116
Bushido Dojo, 114,4
1. VfL Fortuna Marzahn, 109
PSV Olympia, 104,25
Kaulsdorfer OLV, 98
BSB Marzahn-Hellersdorf 95,25
Kampfsportschule im Klostergarten 89,8
BSV Medizin Marzahn, 89,75
VSG Grün-Gelb, 84,2
Fit und Fun, 81

(Angaben ohne Gewähr)

Rückblick auf die Sportlerehrung 2018, am 25.1.2019 im Freizeitforum Marzahn:

siehe Rubrik Sportlerehrung

Einladungen:

Kaffee-Klatsch mit Kalle, Haus des Sports, 10.5.2019, 14.30 Uhr

Wanderpokal der Seniorenvertretung Marzahn-Hellersdorf, LeProm American-Bowl, 11.6.2019, 10-12 Uhr

Kaffeklatsch mit Kalle und Bowling Wanderpokal 2019

Anmeldungen bitte über den BSB Marzahn-Hellersdorf

Sport- und Bewegungsstudie 2017

Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport hatte in Zusammenarbeit mit dem Amt für Statistik Berlin-Brandenburg im November 2017 rund 63.000 Berlinerinnen und Berliner aufgerufen, sich an der Sportstudie Berlin 2017 zu beteiligen.
Ziel ist es, mit Deutschlands größter Sportstudie das Sport- und Bewegungsverhalten der Berliner Bevölkerung genauer zu erfassen und diese Erkenntnisse in die künftige Sport- und Stadtentwicklungsplanung der Sportmetropole einzubeziehen. Mit einer Rücklaufquote von 25 Prozent der Umfrage war die Grundlage für eine repräsentative Datenauswertung erfüllt. Erste Erkenntnisse der Berliner Sportstudie wurden bereits im April 2018 vorgestellt, nun liegen umfassende Ergebnisse in Form einer Broschüre vor: https://www.berlin.de/sen/inneres/sport/sportstudie/

Eindrücke von der Weihnachtsfeier im Haus des Sports, 14.12.2018

Ehemaliger Vorsitzender des Bezirkssportbundes ausgezeichnet

Im Rahmen des Tags des Ehrenamtes wurde der langjährige Vorsitzende des Bezirkssportbundes (2000-2017) Dr. Wolfgang Kieke, am 5.12.2018  im Bezirksinformationszentrum Marzahn-Hellersdorf für sein Engagement ausgezeichnet. Zu den Gratulanten zählten Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle, Bezirksstadtrat Gordon Lemm und der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksverordnetenversammlung, Klaus Mätz.

Lesen Sie mehr über die Ehrenamtsauszeichnung im Hellersdorfer https://www.die-hellersdorfer.berlin/2018/12/17/applaus-für-ehrenamtliche/

November 2018

Bewegung im Alter – Seniorensportangebote im Bezirk

Bewegung im Alter finale Version Nov 2018

Gedruckte Fassungen sind in der Geschäftsstelle des BSB im Haus des Sports, Eisenacher Str. 121, zu erhalten.

Weihnachtsfeier

des Bezirkssportbundes Marzahn-Hellersdorf e.V. im Haus des Sports, Foyer, am 14.12.2018, 18.30 Uhr. Bitte anmelden: 030-56497032 oder an info@bsb-mahe.de

September 2018

Stadtteiltag im Haus des Sports

Im Rahmen ihres Stadtteiltages besuchte Iris Spranger, MdA, am Nachmittag des 14. September 2018 das Sportmuseum. Im Beisein von Gordon Lemm, Bezirksstadtrat von Marzahn-Hellersdorf, Aleksander Dzembritzki, Staatssekretär für Sport, Raed Saleh, Fraktionsvorsitzender der SPD im Abgeordnetenhaus, und weiteren namhaften Gästen wurden Fördermöglichkeiten für das Sportmuseum erörtert. Der Geschäftsführer des Bezirkssportbundes, Wolfgang Turowski, führte die Gäste durch die Ausstellung, deren Schwerpunkt der Sport in 40 Jahren DDR ist. Jan Lehmann, Vorsitzender des Bezirkssportbundes, stellte eine Kooperation mit dem Fachbereich Museumskunde der HTW in Aussicht, dankte für das Interesse und bat die Fachpolitiker abschließend, sich für die Mittelakquise und Professionalisierung des Hauses einzusetzen.

Bild: Karin Zehrer

September 2018

Heinz Werner zu Gast im Haus des Sports

Sportphilatelistische Nachlese zur Fußball-WM 2018

Auf Einladung der Sportphilatelisten kamen Heinz Werner, ehemaliger Trainer des 1. FC Union, und Peter Leinemann, Sportphilatelist, am Vormittag des 8. September 2018 ins Haus des Sports. Die Nachlese der Fußball-Weltmeisterschaft wurde kompetent moderiert vom langjährigen Sportreporter und Sportphilatlisten Klaus-Jürgen Alde, der dem Vorsitzenden des Bezirkssportbundes, Jan Lehmann, zum Auftakt handsignierte T-Shirts der WM für das Sportmuseum übergab.

Nachdem Peter Leinemann begeistert von seinen Erlebnissen am Rande der WM in Russland berichtete, informierte Heinz Werner die interessierten Gäste mit einer ausführlichen mediengestützten Analyse der Mannschaften, Taktiken, Ergebnisse und einer Ausertung des frühen Ausscheidens der deutschen Mannschaft.

Bilder und Text: Karin Zehrer, BSB MaHe

Bericht in den OSPC-News: Newsletter 09-2018 Titel-compressed

Juni 2018

Eingeritten ins Haus des Sports:

Gojko Mitic zu Gast bei den Sportsenioren

Ich brauchte kein Double für meine Stunts, so Gojko Mitic zu der Frage, wie er zur Rolle des Indianers in den Karl-May-Verfilmungen der DEFA kam. Ohne Eitelkeit nannte der 78-jährige sein Alter und zeigte sich gut gelaunt und gesprächig. Auf die Frage, wie er zu seiner berühmtesten Rolle kam, wies er auf seine Ausbildung im Leistungssport des damaligen Jugoslawien hin. Neben Ausstrahlung und schauspielerischem Können habe ihn vor allem seine körperliche Verfassung qualifiziert. Ob er Reiten könne, wurde er damals gefragt, und schnell zeigte sich, dass er sich auf Pferderücken sicher fühlte.

Gojko Mitic kam am Nachmittag des 26. Juni 2018 auf Einladung der Sportsenioren ins Haus des Sports. Nach einem kurzen Besuch des Sportmuseums, vorgestellt von dessen engagiertem Kurator Wolfgang Turowski, stand er den gut siebzieg Sportsenioren bei Kaffee und Kuchen Rede und Antwort. Untermalt wurde das Gespräch von Filmausschnitten, die ihn nicht nur als Häuptling der Apachen, sondern auch in vielen anderen Filmrollen zeigten. In der Rückblende erzählte er bewegt von seiner Karriere und gab kleine Einblicke in sein Privatleben. Dass er das Grab seiner Mutter, die während des Balkankrieges ihr Leben verlor, erst ein halbes Jahr später besuchen konnte, bewegt ihn noch heute. Unverheiratet geblieben freue er sich, jeden Morgen eine Dahme zu sehen, der Fluss, in dessen Köpenicker Abschnitt er jeden Morgen eine Runde schwimme.

Stolz ist er auf seine Tochter, die in einer Saison in Bad Segeberg mitgespielt hatte und sich geschickt vom berühmten Vater emanzipiert habe: Während der Spiele haben wir uns kaum gesehen. Sie ist voll ihn ihrer Rolle aufgegangen und brauchte ihren Papa gar nicht.

Ohne Pferd, aber begleitet von der Filmmusik, verließ der Darsteller das Haus am späten Nachmittag unter begeistertem Applaus der Gäste und versprach, bald wieder zu kommen.

Text und Bild: Karin Zehrer